Donnerstag, 29. Januar 2009

Karneval steht vor der Tür. Und auch einige Schafe

Die Geschichte begann im Dezember.
Da sitze ich mit zwei sehr lieben Bekannten in einem schönen Restaurant beim feinen Essen.
Und ich, die Frau mit dem 19-jährigen Kind muss den Beiden (Die eine ist Mama zweier Kinder - 5 und 8. Die andere ist Grundschullehrerin.) erklären, wer Shaun das Schaf ist und wo man es im Fernsehen sehen kann. Dabei ist die Sendung mit der Maus doch eigentlich Pflichtprogramm, oder? ;-)
Auf jeden Fall habe ich die Ladys infiziert. Gut so! ;-)

Jetzt wollen besagte Damen mit drei weiteren Verrückten zum Frauenkarneval.
Nicht zu verwechseln mit Weiberfastnacht/ Wieverfasteleer im Rheinland. ;-)
Straßenkarneval? Nö. Brav in diversen Hallen. Nichts dringt an die Außenwelt. ;-) Aber egal.

Die Damen möchten nach der Infizierung nun alle als Shaun das Schaf gehen.
Ob ich helfen könnte? Beim Nähen der Kostüme.
Klar. Kein Thema. Solange ich nicht auch so ein Kostüm anziehen und mit in die Halle muss. ;-)
Vor zwei Wochen war das erste Näh-Treffen.
Fremde Nähmaschine (Eine geniale Husqvarna mit allem Schnick und Schnack. Mit Computer drin. Aber leider ohne Bedienungsanleitung und mit einer NäMa-unwissenden Tochter der NäMa-Besitzerin.) und ein Stoff, der wirklich aussieht wie ein Schafsfell, flust wie Hund und "bescheiden" zu nähen ist. ;-)
Fazit: Zwei abgebrochene Nähnadeln und viele Nerven gelassen. ;-)
Gestern war ein größeres Näh-Treffen.
Mit MEINER Nähmaschine (Einfach, aber ich kenne die Bedienungsanleitung.), Schafsfellstoff für fünf Kostüme, Süßigkeiten und Mineralwasser und fünf Frauen (alle Autofahrer - daher Mineralwasser).
Wir hatten mordsmäßigen Spaß. Meine Nähmaschine lief bis auf zwei kurze Aussetzer wunderbar. Die Damen haben ihre Schafsohren mit der Hand aus schwarzem Filz genäht.
Der Raum sah hinterher aus, als hätten wir mindestens ein Schaf geschoren. ;-)
Die Kostüme sind wirklich sehr leicht zu nähen.

Hier mal eine Skizze des Schnittes:


A = Breite des Stoffs. Muss natürlich doppelt genommen werden.

Will man Straßenkarneval feiern, sollte man vor dem Ausmessen eine warme Jacke anziehen. Dann passt das Kostüm auch später mit Jacke darunter.
B = Länge gemessen vom Kinn bis zu den Knien.

Die roten Linien stellen die Nähte dar.
Die Dreiecke oben über den Schulternähten werden später einfach abgeschnitten.
Wer es sich antun will, fasst alle Teile vorab mit Zickzack-Stich ein. Ist wahrscheinlich professioneller.
Wenn Vorder- und Rückenteil zusammen genäht sind, schlägt man die untere Kante eine Hand breit ein und näht sie mit Zwirn von innen per Hand zu. Man lässt aber eine kleine Öffnung und zieht anschließend ein Gummi ein. So sitzt das gute Stück besser.
Für den Schafsschwanz legt man zwei Stoffstücke in DIN A4-Größe rechts auf rechts. Die unteren Ecken rundet man ab. Die Teile zusammen nähen. Auf rechts ziehen. Etwas Füllwatte hinein und ein wenig oberhalb des eigenen Popos hinten an das Kostüm nähen. Man kann hinterher besser mit dem Kostüm sitzen, wenn der Schafsschwanz über dem Popo sitzt. ;-)
Jetzt habe ich hier noch fünf Schafsohrenpaare aus schwarzem Filz liegen. Die werden dann an die Kappen aus schwarzem Fleece und ein wenig künstlichem Schafsfell genäht, die noch ausgeschnitten und genäht werden müssen. Am Wochenende.
Die Ladys ziehen dazu noch schwarze Leggins oder Strumpfhosen, schwarze Rollis, schwarze Handschuhe und schwarze Schuhe an. Irgendetwas haben sie mir auch noch von Chlorbrillen erzählt, auf die weiße Styroporhalbkugeln geklebt werden. Damit die Augen "schafig" aussehen.
Mal gucken wie das wird. Ich werde versuchen, Fotos von den fertigen Schafen zu machen.
Es war gestern auf jeden Fall ein gelungener Abend mit wahnsinnig viel Spaß!

1 Kommentar:

berliner luft und ostseewelle hat gesagt…

Na auf die Fotos bin ich gespannt ;-)